Umsetzung von Kalkhalbtrockenrasen im Gipsbruch Katzenstein

Die Vernichtung wertvoller und in ihrer Art einzigartiger Kalkhalbtrockenrasen durch den Gipsabbau im Raum Osterode (Harz) erforderte in diesem Fall aufwendig durchzuführende Ausgleichsmaßnahmen. Gefordert war die schonende Umsetzung des betroffenen Halbtrockenrasens (ca. 1200 m2) auf einen Sekundärstandort mit ähnlicher Hangneigung und Exposition. Diese Arbeiten wurden von der Planungsgruppe Landespflege wissenschaftlich vorbereitet und begleitet.

Am Anfang stand die Vermessung und eine detaillierte Vegetationskartierung.

Aufnahme und Transport des Halbtrockenrasens erfolgte mit einem speziell ausgerüsteten Löffelbagger. Um einen schonenden Transport sicherzustellen, wurde jede Sode einzeln zu der ca. 100 m entfernten Zielfläche verbracht und abgesetzt.

Das Ergebnis der gut vorbereiteten und schonend durchgeführten Aktion ist eine lückenlose Rasenfläche, die weitgehend dem Ausgangszustand entspricht. Seit der Umsetzung sind nur geringe Verschiebungen in der Vegetationsstruktur festzustellen: Die Charakterarten der Kalkmagerrasen haben sich gehalten, Ruderalarten und Störzeiger sind nur in geringem Umfang eingewandert. Die in der Erstuntersuchung festgestellten 14 Rote-Liste-Arten sind alle noch vorhanden und haben teilweise im Bestand sogar zugenommen.

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