Konzept sowie Ausführungs- und Genehmigungsplanung für die Vernässung des Ahrensfelder Moores

Zur Umsetzung eines Vernässungskonzeptes für das Ahrensfelder Moor (PGL 2011), das die nachhaltige Regeneration des Moores zum Ziel hat, wurde ein wasserrechtlicher Antrag gem. § 67 WHG erstellt. Dieser sollte die geplanten Maßnahmen zur Wasserrückhaltung näher beschreiben, ihre möglichen Auswirkungen auf Natur und Landschaft gemäß naturschutzrechtlicher Bestimmungen beurteilen sowie Einflüsse auf angrenzende Bereiche abschätzen.

Als Grundlage der Genehmigungsplanung wurden Bohrungen zur Analyse des anstehenden Torfkörpers durchgeführt sowie die hydrologischen Verhältnisse des Moores begutachtet. Zur Wasserrückhaltung in dem durch Torfabbau stark reliefierten Gelände zeigte sich in der Gesamtschau ein kombiniertes Vorgehen als sinnvoll: Neben einer mehrfachen Kammerung von Entwässerungsgräben mittels Verfüllungen aus anstehendem Schwarztorf soll der Moorbereich durch die Anlage dreier Polder großflächig eingestaut werden. Hierzu wurde der Bau von Verwallungen aus verdichteten Torflagen vorgesehen, die in Abhängigkeit von der angestrebten Stauhöhe ausgeformt werden sollen. Mögliche Sickerwasserverluste wurden bei der Dimensionierung berücksichtigt. In allen Verwallungen wurden Überläufe eingebaut, um Erosionen zu vermeiden und einen regulierbaren Abfluss ermöglichen sollen.

Für die naturschutzrechtliche Beurteilung der Maßnahmen wurden die Ziele und voraussichtlichen Effekte des Vernässungsvorhabens an den jeweiligen naturschutzrechtlichen Zielen gemessen. Sowohl aus Sicht der FFH-Richtlinie wie des gesetzlichen Biotopschutzes nach § 30 BNatschG ist demnach zu erwarten, dass die geplanten Maßnahmen Verbesserungen des Gebietszustandes ergeben und die durchgeführten Eingriffe ausgeglichen werden.

Die Maßnahme wurde im Herbst 2016 durchgeführt.

Pressemitteilung des LK Osterholz

 

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