Ausführungs- und Genehmigungsplanung für die Vernässung einer Grünlandfläche des Günnemoores

In Benachbarung zu den bereits wiedervernässten Flächen der Torfabbaustätte Günnemoor strebt der Landkreis Osterholz die Vernässung eines Grünlandbereiches an. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines naturnahen Hochmoores, dem zunächst ein Wollgrasstadium vorausgehen soll.

Die Ausführungs- und Genehmigungsplanung basiert auf einem Konzept der Planungsgruppe Landespflege (PGL 2012), dem verschiedene Voruntersuchungen vorausgingen. So ergaben Bohrungen einen Schichtaufbau von über ca. 2,40 m mächtigem wollgrasreichem Schwarztorf sowie ca. 1,20 m mächtigen Niedermoortorfen. Die Auswertung des Laserscannings ergab starke Höhenunterschiede der zu vernässenden Fläche.

Im Zuge der Ausführungsplanung wurden die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wiedervernässung geprüft. Aufgrund der positiven klimatischen Wasserbilanz der Region sowie der als Staukörper ausreichend mächtigen Schwarztorfschichten wurde die Regenerationsfähigkeit grundsätzlich als machbar eingestuft. Jedoch muss das unebene Gelände vor der Vernässung zunächst durch Torfabtrag auf ein einheitliches Niveau gebracht werden. Der infolge der Grünlandnutzung mit Nährstoffen angereicherte Oberboden wird von der Oberfläche entfernt, streifenweise in die nivellierte Sohle eingebaut und mit sterilem Torf aus tieferen Schichten abgedeckt. Der übrigbleibende abgetragene Torf wird der Verwertung zugeführt.

Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise bis 2017 in neu angelegten Poldern. Zu deren Einrichtung werden jeweils Verwallungen aus gewachsenem Torf aufgeschüttet. Die Überläufe dienen insbesondere in der Anfangsphase der Vermeidung von Erosionsschäden bei hohem Niederschlag.

 

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