Monitoring-Untersuchung auf wiedervernässten Torfabbauflächen im Günnemoor, Landkreis Osterholz

Im Rahmen des Niedersächsischen Moorschutzprogrammes werden große Hochmoorbereiche nach Beendigung der Abtorfung wiedervernässt und einer Regeneration nach Naturschutzzielen zugeführt. Für eine zentrale Fläche innerhalb des Teufelsmoores (Günnemoor) führt die Planungsgruppe Landespflege seit 2003 ein begleitendes Monitoring durch. Es soll die Effizienz der ergriffenen Maßnahmen kontrollieren und umfasst hydrologische und vegetationskundliche Untersuchungen. Auf dieser Grundlage wird der Regenerationsprozess mit regelmäßigen Vorschlägen für Steuerungs- und Entwicklungsmaßnahmen begleitet.

Das Hauptaugenmerk liegt darauf, die hydrologische Situation zu erfassen und zu analysieren. Das Gelände wurde hierfür mit einem dichten Netz an Messpegeln überzogen, die regelmäßig abgelesen werden. Parallel wird die Ausdehnung der Wasserfläche erfasst. Automatische Messdatensammler ermitteln in Verbindung mit Messwehren die Abflüsse größerer Bereiche. Die gemessenen Daten werden mit errechneten Daten der klimatischen Wasserbilanz verifiziert.

Bei der Vegetationskartierung wurden Pflanzengesellschaften und Dominanzbestände erfasst. Im Günnemoor sind auf den unterschiedlich alten Polderflächen alle Sukzessionsstadien der Hochmoorregeneration vertreten: vom spärlichen Spießtorfmoosrasen bis zur Warzentorfmoos-Gesellschaft.

Die Maßnahmenplanung gibt insbesondere Hinweise zur Flächeneinrichtung und zur Steuerung der Wasserstände.

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