Grauammer-Monitoring im Raum Pattensen

Im Raum Pattensen, ca. 20 km südlich von Hannover, wurde in den Jahren 2003-2006 im Auftrag der Region Hannover als zuständige Naturschutzbehörde ein Monitoring zur Bestandsentwicklung der Grauammer durchgeführt. In diesem Gebiet gab es in früheren Jahren eine stabile Grauammerpopulation, deren Rückgang sichtbar wurde. Zudem wurde untersucht, inwieweit durch die Schaffung bestimmter Biotopstrukturen eine Verbesserung für die Grauammer bzw. für die Vögel der Ackerlandschaft insgesamt erreicht werden kann. Als Ergebnis ist festzustellen, dass der Bestand der Grauammer im Untersuchungsgebiet mit nur noch 3 bzw. 2 Männchen nahezu erloschen ist. Immerhin konnten sowohl 2004 als auch 2005 und 2006 noch Bruten der Grauammer festgestellt werden. Die Umwandlung einer Ackerfläche in eine Brachfläche mit unterschiedlichen Sukzessionsstadien hat sich positiv auf die Avifauna des Gebietes ausgewirkt: Diese Fläche wurde unter anderem von den gefährdeten Arten Rebhuhn (Perdix perdix) und Feldlerche (Alauda arvensis) als Brutrevier angenommen. Durch die Schaffung von Brachen in der Börde kann die Grauammer gefördert werden.

Literaturhinweis:
Denker, E.; D. Drangmeister & H. Overmeyer (2006): Dramatischer Bestandsrückgang der Grauammer (Miliaria calandra) und mögliche Schutzmaßnahmen im Raum Pattensen, Region Hannover, Niedersachsen. Vogelkdl. Ber. Niedersachsen.

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