Umweltbericht zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 1778 - Bothfelder Kirchweg - in Hannover, Stadtteil Bothfeld

Im Bereich des Bothfelder Angers, Stadtteil Hannover – Bothfeld, wurde der Umbau einer ehemaligen Resthofanlage zu Wohnzwecken sowie der Neubau von fünf mehrgeschossigen Wohnhöfen auf einem zusammenhängenden Gelände von 9,5 ha geplant. Im Rahmen des Projektes war die Schaffung autofreier Wegeverbindungen sowie von Grünflächen vorgesehen.

Vom Auftragnehmer wurde der Umweltbericht zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan erarbeitet, der die Auswirkungen auf die verschiedenen Schutzgüter und ihre Kompensationsmöglichkeiten untersucht.

Erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen durch das Vorhaben ergaben sich für die Schutzgüter Biotope, Pflanzen und Tiere, Boden und das Landschaftsbild. Biotope und Pflanzen, incl. von nach Baumschutzsatzung geschützter Einzelbäume, wurden durch das Vorhaben irreversibel verändert. Weitere Beeinträchtigungen waren für Brutvögel zu erwarten, deren Neststandorte zerstört werden, sowie für Fledermäuse, deren Jagdhabitate verloren gehen. Zur Vermeidung artenschutzrechtlicher Konflikte wurde eine Bauzeitenregelung für das Fällen von Gehölzen sowie die vorsorgliche Untersuchung von Gebäuden vor dem Abriss im Hinblick auf mögliche Fledermausquartiere vorgesehen. Erhebliche Beeinträchtigungen ergaben sich auch für die Schutzgüter Boden und Landschaftsbild. Alle Beeinträchtigungen waren kompensationspflichtig im Sinne der Eingriffsregelung (§13 bis 15 BNatSchG).

Die Kompensation im Plangebiet selbst bestand in der vollständigen Versickerung des Regenwassers und der Pflanzung Bäumen sowie dem Aufhängen von Nistkästen für Höhlenbrüter. Darüber hinaus war eine externe Kompensation erforderlich, die im Zusammenhang mit einem weiteren Bebauungsplanverfahren im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide durchgeführt wurde.

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