Grünordnerischer Fachbeitrag für das Bauvorhaben „Nahversorgemarkt Hannover Seelhorst“

Anlass des Fachbeitrags war der Bau eines Verbrauchermarktes auf einer Kleingartenbrache im Stadtteil Hannover-Seelhorst. Aufgrund § 13 BNatschG zur Eingriffsregelung war im Rahmen der Bebauungsplan-Vorbereitung zu prüfen, welche erheblichen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft durch das Vorhaben zu erwarten waren. Zudem wurden die notwendigen Vermeidungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen entwickelt.

Die Untersuchung der Schutzgüter umfasste eine Biotoptypenkartierung nach v. Drachenfels (2011). Nach der Baumschutzsatzung der Stadt Hannover geschützte Bäume wurden gesondert erfasst. Darüber hinaus wurden Brutvögel und Fledermäuse kartiert.

Die Konfliktanalyse ergab eine erhebliche Beeinträchtigung der Schutzgüter Pflanzen und Biotope, des Brutvogelbestandes sowie des Bodens. Alle weiteren Schutzgüter waren aufgrund der Kleinräumigkeit der Maßnahme nur gering beeinträchtigt. In der Maßnahmenplanung wurde ein geringer Teil der Fläche mit Baumbestand zur Vermeidung von negativen Auswirkungen erhalten. Für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen wurde der Kompensationsbedarf nach dem „EIBE-Modell“ (LH Hannover 1995) ermittelt. Zur Kompensation des Eingriffs waren zum einen Baumpflanzungen auf der Vorhabensfläche vorgesehen, zum anderen eine Ersatzmaßnahme auf dem Kronsberg, einer Fläche des Ökokontos der Landeshauptstadt Hannover, geplant. Hiermit konnte der ermittelte Kompensationsbedarf vollständig kompensiert werden.

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