Umweltbericht und Grünordnungsplan zum Bebauungsplan
„Glockensteinfeld" der Stadt Hildesheim

Die Stadt Hildesheim beabsichtigt in der Nähe der BAB 7-Anschlussstelle „Hildesheim" ein Gewerbegebiet auszuweisen. Das Vorhaben ist mit nachhaltigen Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes verbunden. Es liegt im Sinne des § 7 NNatG ein erheblicher Eingriff vor. Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens wurde ein Grünordnungsplan erstellt. Er beinhaltet neben der Eingriffsbeurteilung die aus Sicht von Naturschutz und Landschaftspflege erforderlichen Vermeidungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Der Umweltbericht betrachtet die Wirkungen auf alle Schutzgüter des UVPG.

Das Bauvorhaben betrifft eine intensiv genutzte eintönige Ackerfläche. Für einige Tierarten erwiesen sich die Ackerflächen dennoch als wertvoller Lebensraum: neben mehreren gefährdeten Vogelarten siedelt auch der seltene Feldhamster auf der Fläche. Der anstehende Boden (Schwarzerde) hat aus naturgeschichtlichen und geowissenschaftlichen Gründen besonderer Bedeutung für Natur und Landschaft.

Dem Wert des Gebietes entsprechend sind umfangreiche Kompensationsmaßnahmen für den Eingriff geplant. Aus artenschutzrechtlichen Gründen war eine Umsiedlung der Feldhamster notwendig, die von der Firma Abia GbR durchgeführt wurde.

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