FFH-Verträglichkeitsuntersuchung für das EU-Vogelschutzgebiet V 40
(DE 34 18-401) „Diepholzer Moorniederung"

Die TenneT TSO GmbH plant den Neubau einer 380-kV-Freileitung vom Umspannwerk Ganderkesee (Niedersachsen, Landkreis Oldenburg) bis zum Umspannwerk St. Hülfe (Niedersachsen, Landkreis Diepholz).

Der südliche Teil des Planungsraumes für die 380-kV-Leitung ist von mehreren, teilweise wiedervernässten Moorgebieten umgeben: Großes Moor bei Barnstorf, Diepholzer Moor, Rehdener Geestmoor, Nördliches und Mittleres Wietingsmoor. Diese Moorgebiete sind Teil des Naturraumes Diepholzer Moorniederung. Für viele Zugvogelarten ist die Diepholzer Moorniederung als Winterquartier und als Rastgebiet auf ihrem Zug von besonderer Bedeutung. In den letzten Jahren haben insbesondere die Rastbestände des Kranichs kontinuierlich zugenommen und erreichen seit 2002 regelmäßig internationale Bedeutung.

Das der geplanten Freileitung am nächsten gelegene Nördliche Wietingsmoor ist Teil des EU-Vogel­schutzgebietes V40 „Diepholzer Moorniederung†œ. Die geplante 380-kV-Freileitung verläuft zwar außerhalb des EU-Vogelschutzgebietes V40, in Abstimmung mit der Planfeststellungsbehörde und der Staatlichen Vogelschutzwarte wurde gleichwohl für das Planfeststellungsverfahren eine FFH-Verträglichkeitsuntersuchung (FFH-VU) erstellt, da sich außerhalb des EU-Vogelschutzgebietes V 40 Nahrungsgebiete und Flugräume für rastende Kranich befinden. An möglichen vorhabensbedingten Beeinträchtigungen für rastende Kraniche wurde die Entwertung von Nahrungsflächen, das Kollisionsrisiko für den Kranich an der geplanten Leitung und die Barrierewirkung der Freileitung untersucht. Um speziell Aussagen zum Kollisionsrisiko und zum Raum-Zeitmuster für rastende Kraniche an der geplanten 380-kV-Freileitung einbeziehen zu können, wurden die Ergebnisse einer gesonderte Studie der „Arbeitsgemeinschaft Kollisionsrisiko Kranich" einbezogen. Die „Arbeitsgemeinschaft Kollisionsrisiko Kranich" wurde gemeinsam mit Mitgliedern des BUND Diepholzer Moorniederung und des Naturschutzring Dümmer gebildet. Die FFH-Verträglichkeitsuntersuchung kommt zu dem Ergebnis, das eine erhebliche Beeinträchtigung der Erhaltungsziele des EU-Vogelschutzgebietes V 40 durch die geplante 380-kV-Freileitung nicht gegeben ist.

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